Reizüberflutung Verblöden wir? - oder nur die SZ ?
Alex Rühle schreibt in der SZ:
Die größte Kraft im Leben des postmodernen Menschen ist die Ablenkung. 70 Mails am Tag, Telefon, und ansonsten googelt und klickt man sich so durch den Tag, scannt hier was, überfliegt da was und am Ende der Woche hat man wieder nichts erledigt.
Vielleicht besuchen Sie mal einen Kurs zur Benutzung des Internet, oder vielleicht gleich einen zur Benutzung des Lebens. Man kann das Telefon, den Computer sowie auch das Internet abschalten.
Die große Frage: Liegt das nun am Internet? Oder ist das eine Art anthropologische Konstante? Schließlich beschrieb schon T. S. Eliot das Unglück des modernen Menschen damit, er werde ,,abgelenkt von der Ablenkung durch Ablenkung‘‘.
Es bedurfte noch nie des Internets, um zu erreichen das Journalisten, und ganz vorne die der SZ, sich als besonders schlau, insbesondere schlauer als die eigenen Leser einsortieren.
Es ist, als müsste ich mein launisches Gehirn immer wieder zu dem Text zurückschleifen. Das konzentrierte Lesen, das mir früher leicht fiel, wurde zu einem anstrengen Akt.
Könnte das nicht einfach eine Folge des alterns sein ? Ich bin noch in der Lage mehrere Stunden mmit einem Buch zu verbringen, wenn ich denn will, interaktive Unterhaltung ist um so vviel interessanter und tiefer als die Informationsschnipsel die man z.B. in einem x-Hundert-Worte Artikel in einer Tageszeitung lesen kann.
Interessant wäre es nun noch, gemeinsam durch einige Blogs wie Timesonline, Infothought blog oder Britannica blog zu flanieren, die sich an Carrs These abarbeiten, wir stünden an einem evolutionsgeschichtlichem Wendepunkt, da das tiefe, entspannte Denken, das Lesen eines langen Textes, dieses richtige Lesen, bei dem man das Buch über Tage mit sich herumträgt, ins Cafe, an den Fluss, ins Bett, und mit den Figuren zu leben beginnt, dass uns all das bald schon gar nicht mehr möglich sein werde, aber zum einen habe ich seit 20 Minuten keinen Youtube-Clip mehr angeschaut und Sie müssen ja sicher auch längst weiter
Ein Kollege hat mich grade gefragt ob sie zum Frühstück einen gekifft haben ;) Ich muss eingestehen daß ich mir ähnliche Gedanken gemacht habe. Sie vermissen die gute alte Zeit, aber das Internet kann nichts wirklich dafür. Wenn sie kein Youtube mögen, dann machen Sie es nicht auf und ansonsten verschonen Sie uns doch bitte mit Ihrer mitte 90er Einstellung von desillusionierten Alt-68ern, die Kinderlos geblieben, nun halt einfach der Frust packt. ;) Ich weis schon wieso ich keine SZ mehr lese.
Die größte Kraft im Leben des postmodernen Menschen ist die Ablenkung. 70 Mails am Tag, Telefon, und ansonsten googelt und klickt man sich so durch den Tag, scannt hier was, überfliegt da was und am Ende der Woche hat man wieder nichts erledigt.
Vielleicht besuchen Sie mal einen Kurs zur Benutzung des Internet, oder vielleicht gleich einen zur Benutzung des Lebens. Man kann das Telefon, den Computer sowie auch das Internet abschalten.
Die große Frage: Liegt das nun am Internet? Oder ist das eine Art anthropologische Konstante? Schließlich beschrieb schon T. S. Eliot das Unglück des modernen Menschen damit, er werde ,,abgelenkt von der Ablenkung durch Ablenkung‘‘.
Es bedurfte noch nie des Internets, um zu erreichen das Journalisten, und ganz vorne die der SZ, sich als besonders schlau, insbesondere schlauer als die eigenen Leser einsortieren.
Es ist, als müsste ich mein launisches Gehirn immer wieder zu dem Text zurückschleifen. Das konzentrierte Lesen, das mir früher leicht fiel, wurde zu einem anstrengen Akt.
Könnte das nicht einfach eine Folge des alterns sein ? Ich bin noch in der Lage mehrere Stunden mmit einem Buch zu verbringen, wenn ich denn will, interaktive Unterhaltung ist um so vviel interessanter und tiefer als die Informationsschnipsel die man z.B. in einem x-Hundert-Worte Artikel in einer Tageszeitung lesen kann.
Interessant wäre es nun noch, gemeinsam durch einige Blogs wie Timesonline, Infothought blog oder Britannica blog zu flanieren, die sich an Carrs These abarbeiten, wir stünden an einem evolutionsgeschichtlichem Wendepunkt, da das tiefe, entspannte Denken, das Lesen eines langen Textes, dieses richtige Lesen, bei dem man das Buch über Tage mit sich herumträgt, ins Cafe, an den Fluss, ins Bett, und mit den Figuren zu leben beginnt, dass uns all das bald schon gar nicht mehr möglich sein werde, aber zum einen habe ich seit 20 Minuten keinen Youtube-Clip mehr angeschaut und Sie müssen ja sicher auch längst weiter
Ein Kollege hat mich grade gefragt ob sie zum Frühstück einen gekifft haben ;) Ich muss eingestehen daß ich mir ähnliche Gedanken gemacht habe. Sie vermissen die gute alte Zeit, aber das Internet kann nichts wirklich dafür. Wenn sie kein Youtube mögen, dann machen Sie es nicht auf und ansonsten verschonen Sie uns doch bitte mit Ihrer mitte 90er Einstellung von desillusionierten Alt-68ern, die Kinderlos geblieben, nun halt einfach der Frust packt. ;) Ich weis schon wieso ich keine SZ mehr lese.
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